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Neuapostolische Kirche


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Entstehung Lehre
(Quelle: Olaf Stoffel: Angeklagt: Die Neuapostolische Kirche. Gütersloh 1999)
Entstehung der Neuapostolischen Kirche

Die Neuapostolische Kirche (NAK) entwickelte sich im 19. Jh. in Engeland und Deutschland aus dem "Gottes Werk".

1825 hielt der Geistliche Edward Irving auf der Jahresversammlung der Bibelgesellschaft eine gewaltige Predigt über das Thema "Babylon und der Unlaube, von Gott verurteilt". Er wies mit unmissverständlichen Worten auf das Gericht hin, das nach der Schrift über diese Erde kommen würde, wenn die Menschen ihren Wandel nicht besserten. - Die Erweckungsbewegung steigerte sich immer mehr in den Gedanken hinein, dass es wieder Apostel geben müsse, die das "Werk des Herrn" zum guten Ende bringen. Die englischen Apostel gingen davon aus, das Jesus noch zu ihren Lebzeiten kommen würde. Daher sahen sie auch keine Veranlassung, Nachfolger zu bestimmen oder die Nachfolge irgendwie zu regeln. Als 1860 noch 7 Apostel lebten, geriet die NAK in eine tiefe Krise.

1854 gab es in England ca. 7.400 Gemeindemitglieder, 1861 in Deutschland knapp 3.000.

1901 starb der letzte Apostel der katholisch-apostolschen Gemeinde. Nach eigenem Lehrverständis konnten nun keine Ämter mehr eingesetzt sowie Versiegelungen durchgeführt werden. Bestimmte Gottesdiensthandlungen, die nur den Aposteln vorbehalten waren, waren nun nicht mehr möglich.

Die Hamburger Gemeinde, die sich gegen die englischen Apostel aufgelehnt hatten, wurden ausgegrenzt und gab sich den Namen "Allgemeine Apostolische Gemeinde", nannte sich später "Allgemeinde christliche apostolische Mission". 1878 besaß sie ca. 300 Mitglieder. Sie wurde vom Ältesten Friedrich Krebs unterstützt, der später zum ersten Sammapostel der NAK avancierte.

Friedrich Krebs lernte 1865 die Glaubensgemeinschaft kennen, wurde 1866 Priester, 1874 Ältester, 1879 Bischof, 1881 Apostel und 1885-1895 Sammapostel. Krebs gelang es, die in lockerem Verband miteinander kooperirenden Apostelbezirke unter der "Neuapostolschen Gemeinde" zentralistisch zu vereinigen. Krebs trieb die Endzeitbewegung voran. Diese wies 1890 etwa 21.00 Mitglieder auf. 1910 - 5 Jahre nach Krebs Tod - waren es schon 78.000 Mitglieder und 1925 136.000.

Als 1905 Krebs verstarb, hatte er seinen treu ergebenen Gehilfen Hermann Niehaus zum Nachfolger bestimmt. Dieser führte die "Neuapostolische Gemeinde" aus dem Schattendasein. Er erreichte dies vor allem durch die:

Wer Niehaus nicht nachfolgte, wurde exkommuniziert. Er hatte dabei keine Hemmungen, auch ganze Gemeinden auszuschließen.

1920 berief Niehaus auf einer Apostelversammlung Johann Gottfried Bischoff zum Stammapostelhelfer und 1924 zu seinem Nachfolger. Nach dem Tode Niehaus im Jahre 1932 trat Bischof (1897 erster Kontakt zur Bewegung, 1898 Diakon und Priester, 1903 Bischof, 1905 Apostelhelfer, 1906 Apostel) die Nachfolge an.

Bischoff biederte sich dem Hitler-Regime an. Durch Spenden an den NS-Staat versuchte er Wohlwollen bei den Machthabern zu erzielen. Kircheninterne Zeitschriften missbrauchte er zur Verbreitung nationalsozilistischer Parolen und Kriegsverherrlichung. Vom 20.8.1939 bis zum 5.12. 1941 wurden in der Zeitschrift "Unsere Familie" in 45 Abhandlungen Kriegsprobaganda betrieben. Wer nicht hinter dem NS-Regime standt, durfte nicht in "Neuapostolsiche Gemeinde" aufgenommen werden.

Trotz dieser Regelungen stieg die Mitgliederzahl zwischen 1933 und 1935 von ca. 240.000 auf ca. 280.000 an. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches stiegen die inneren Spannungen. Als Bischoff am 24.12.1951 in Gießen erklärte, dass Jesus noch zu seinen Lebzeiten die Brautgemeinde heimholen werde, erreichten die Spannungen ihren Höhepunkt. Aufgrund dieser Überzeugnung Bischoffs war auch seine Nachfolge nicht geregelt. Bischoff schaffte es, alle seine Kritiker auszuschalten und unangefochten die Gemeinschaft zu leiten.

1960 holte Gott Bischoff zu sich, jedoch nicht seine Gemeinde, die nun ohne Oberhirten dastand. Walter Schmidt (1923 Unterdiakon, 1925 Hilfspriester, 1929 Bezirksevangelist, 1944 Bezirksältester, 1948 Bizirksapostel) wurde am 6.7.1960 zum Stammapostel gewählt. Weltweit leitete er nun ca. 1 Million Gläubige.

1975 legte Schmitt sein Amt nieder und bestimmte den Schweizer Bezirksapostel Streckeisen (1930 Diakon und Prieser, 1933 Bezirksevangelist, 1941 Bezirksältester, 1951 Bischof, 1952 Apostel, 1953 Bezirksapostel) zum Nachfolger. Er reiste 1978 nach Südafrika, erkrankte dort schwer und starb am 8.11.1978 in Kapstadt.

Hans Urwyler (1949 Unterdiakon, 1952 Diakon, 1953 Priester, 1964 Hirte, 1965 Bezirksevangelist, 1966 Bezirksältester, 1969 Bischof, 1976 Bezirksapostel) wurde 1978 zum Stammapostel gewählt und trat damit die Nachfolge Schmitt´s an. Während seiner siebeneinhalbjährigen Amtszeit stieg die Mitgliederzahl von 2,5 Millionen auf 4 Millionen an.

Urwyler griff in den Schriften das Thema Sexualität auf, was bislang weitgehend tabuisiert wurde. In speziell dafür vorgesehenen Gemeindeabenden wurden den "Gottskindern" klargemacht, dass Homosexualität und Konkubinat vom Abendmahl auschließen würde.

1987 erlitt Urwyler einen Schlaganfall und bestimmte den Bezirksapostel Fehr (1961 Unterdiakon, 1962 Diakon, 1963 Priester, 1971 Evangelist, 1973 Bezirksältester, 1976 Bischof, 1980 Apostel, 1981 Bezirksapostel) zum Stammapostelhelfer. 1988 trat Urwyler zurück und auf den "Londoner Gebetstagen" Fehr als sein Nachfolger gewählt. Urwyler starb 1994.

Fehr verkündete am 21.12.1997, dass ab Januar 1998 nachmittags keine Gottesdienste mehr stattfinden. Bislang wurde proklamiert, dass das "Volk des Herrn" drei Gottesdienste pro Woche benötige, um den Anfeindungen des Satans widerstehen zu können. Dafür wurde der Gottesdienst unter der Woche durch das Abendmahl aufgewehrtet.

"Richard Fehr ht sich wie bisher kein Stammapostel vor ihm damit zu konfrontieren, dass die NAK von außen durch menschen kritisiert wird, die die problematische Gruppierung von innen kennen." (Stoffel, 24)

Die Lehre der Neuapostolischen Kirche

Die Lehre der Neuapostolischen Kirche (NAK) bezieht sich auf den dreieinigen Gott des Christentums. Die Schöpfungsgeschichte wird wörtlich genommen, wie auch alle biblischen Texte. Ohne das wiederaufgerichtete Apostelamt könne kein Gläubiger den Heiligen Geist empfangen und damit ein Gotteskind werden. Die NAK ist heilsnotwendig. Ohne sie gibt es keine Möglichkeit, in den Himmel zu gelangen.

Die NAK kennt 3 Sakramente: die Heilige Wassertaufe, das Heilige Abendmahl und die Heilige Versiegelung (begründet durch 1.Joh 5,6-8). Die Wassertaufe gilt nur, wenn sie durch einen Apostel oder durch einen von ihm beauftragten Gläubigen bestätigt wird.
In den Gottesdiensten werden den Gläubigen durch die Apostel oder von ihnen beauftragen Amtsträgern die Sünden vergeben. Ein ev. oder kath. Christ hat diese Möglichkeit nicht. Nach der Sündenvergebung wird das Heilige Abendmahl gefeiert. Dabei wird eine Hostie mit 3 Tropfen Wein beträufelt. Zum Abendmahl dürfen dnur die Getauften und als Gäste in die Gemeinde Aufgenommenen genießen. Das Heilige Abendmahl ist "für die gottgewollte Entwicklung von Seele und Geist unentbehrlich". Wer sich nicht mit den Inhalten der Predigt identifizieren kann, genießt das Heilige Abendmahl unwürdig.

Die größte Sünde ist die Lästerung gegen den Heiligen Geist (Mk 3,28-30). Sie kann nicht vergeben werden.

Die NAK kennt folgende Segnungen: Konfirmation, Verlobung, Trauung, Hochzeitsjubiläen und auf Wunsch den vorgeburtlichen Segen

Das Glaubensbekenntnis der NAK umfasst10 Glaubensartikel.

Wer dem Gottesdienst mutwilig fernbleibt, missachtet die Arbeit des Heiligen Geistes. Er sündigt nicht nur, sondern entzieht sich dem Segen, den Gott seinen Kindern zugedacht hat.

Die NAK glaubt an die Auferstehung der Toten. Dreimal jährlich werden Gottesdienste für die Toten zelebriert, damit auch sie der Erlösung teilhaft werden. Die Toten können allerdings nur Gnade erlangen, wenn sie die vom Gnadenaltar ausgehende Heilsbotschaft ergreifen.

Die NAK glaubt an eine Endzeit, deren Tag und Stunde ungewiss ist, dessen Erfüllung jedoch bald anstehe. Jesus wird dann die NAK zu sich holen und Satan die Erde zu dessen Schreckenherrschaft überlassen (Offb 19,11-21). Dann richte Jesus das Tausendjährige Friedensreich ein und gibt der Welt eine neue Ordnung. Damit ist Satans Macht zunächst gebrochen. Danach darf der Satan die Standhaftigkeit der Menschen prüfen. Damit beginnt das Endgericht.

"Mit ihren Lehraussagen reiht sich die NAK in den Kanon der zahlrichen 'christlichen' Endzeitgemeinschaften ein, die sich für Gottes Elite halten (z.B. Mormonen, Jeohvas Zeugen, Universelles Leben, Pflingstbewegung usw.). Die psychischen Schädigungen, die deren Mitglieder in vielen Fällen erleiden, weisen nach der Erfahrung unserer Heidelberger Selbsthilfegruppe 'Wenn Glaube krank macht' ein hohes Maß an Ähnlichkeiten auf. Es sind dies vor allem

Hilfen für Aussteiger

 

Sätze der NAK
Möglichkeiten der Antwort
Willst du wirkich das Werk des Herrn verlassen und in die ewige Verdammnis kommen?

Ja, ich will die NAK verlassen und endlich einen Vorgeschmack auf Gott und Himmel bekommen.

Ja, ich will die NAK verlassen und das Leben in Fülle annehmen, das uns Jesus gebracht hat.