Waffen und ihre Wirkung
Neben der Artillerie trug die Kavallerie in den bisherigen Kriegen zur Entscheidung einer Schlacht bei. Doch in den 4 Jahren des Großen Krieges änderte sich dies gravierend. Zwar behielt die Artillerie ihre Bedeutung, doch es kamen ganz neue Waffen auf. Kriegsführung wurde geradezu technisch revolutioniert. Doch viele Befehlshaber waren noch im althergebrachten Denken festgefahren. Sie konnten sich auf die neue Situation erst nach dem Tod von Hunderten und Tausenden von Soldaten langsam einstellen. Nur wenige Offiziere erkannten die Chancen und Möglichkeiten der neuen Waffen.
Herkömmliche Waffen
Geschütze
Der Große Krieg brachte auf deutscher Seite Geschütze der Superlative hervor:
Die Dicke Bertha
Die Dicke Bertha war ein 42-cm-Mörser, den es in zwei Varianten gab:
- Das 42,6 t schwere M-Gerät auf Räderlaffete. Bis 1913 waren 2 Stück gebaut, bis 1918 wurden 10 weitere fertiggestellt. - Es verschoss eine schwere Granate von 810 kg bis auf 9,3 km. 1917 wurde eine leichte Granate von 400 kg eingeführt, womit 12,2 km möglich waren.
- Das 150 t schwere G-Gerät (Eisenbahngeschütz). Bis 1912 waren 5 Stück gebaut, bis 1918 wurden 10 weitere fertiggestellt, zuzüglich 18 Ersatzrohre. - Es verschoss eine leichte Granate von 960 km auf 14,1 km und eine schwere Granate von 1.160 kg auf 12,5 km.
Alte belgische und französische Befestigungsanalgen konnten der Wucht dieser Granaten nicht standhalten. Als am 15.8.1914 die Dicke Bertha Fort Loncin beschoss, traf es die Munitionskammer. Das Fort explodierte. 350 belgische Soldaten starben dabei.
Das M- und G-Gerät wurde immer wieder gegen Bunkeranlagen eingesetzt. Gegen moderne Bauten aus Stahlbeton konnte diese Waffe nur geringen Schaden anrichten. So wurde die Dicke Bertha auch gegen Verdun eingesetzt.
Das Paris-Geschütz
Neue Waffen
Maschinengewehr
Gas
Gaseinsätze zeigen deutlich, worum es im Großen Krieg ging, um die Tötung von gegnerischen Soldaten ohne selbst Verluste hinnehmen zu müssen. Man versprach sich sogar Bewegung in den festgefahrenen Stellungskrieg, weil in den gegnerischen Stiellungen nur Tote erwartet wurden.
Chlorgas
Senfgas
Flammenwerfer
Sprengungen
Tunnelbauer
Sprengpanzer (Goliath)
Hunde
Es wurden Hunde darauf abgerichtet, brav nach dem geworfenen Stock zu laufen. Diesen Hunden wurde im Fronteinsatz eine Sprengladung auf den Rücken gebunden und der Stock zu den feindlichen Linien geworfen. So rannte der Hund zu den feindlichen Schützengräben. Dort an angekommen zündete man per Draht die Sprengladung.
Luftwaffe
Flugzeuge
Zeppeline
Panzer
Wenn auch die Panzer des Großen Krieges noch ihre großen Mängel hatten, so zeigten sie doch, dass mit dieser Waffe der Stellungskrieg der Vergangenheit angehörte. Mit Panzern konnte man Schützengräben überrollen, ohne die eigenen Soldaten zu gefährden. Panzerbrechende Waffen (z.B. mit Hohlladungen) gab es noch nicht. Nur Geschütze konnten ihnen was anhaben, aber dazu mussten sie erst mal diese beweglichen Festungen treffen.
Anhang
Anmerkungen